Besuch der Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz Frau Anja Siegesmund im „Ideenland für erneuerbare Energien“ – BioEnergie Verbund e.V. stellt Ergebnisse seiner innovativen und nachhaltigen Forschung vor

Mit der Vor-Ort- Vorstellung seiner aktuellen Projekte am 12.01.018 lieferte der BioEnergie Verbund e.V. (BEV) mit seinen Mitgliedsfirmen und seiner wirtschaftsnahen Forschungseinrichtung Robert Boyle Institut den sichtbaren Nachweis für die Feststellung von Frau Anja Siegesmund – Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz -, dass sich Thüringen als Innovationstreiber für eine ökologische Energieversorgung entwickelt und engagierte Firmen und Einrichtungen – wie hier in Jena – Thüringen zu einem Ideenland für erneuerbare Energien werden lassen. Mit dem Durschneiden eines symbolischen grünen Bandes hat Frau Siegesmund den Beginn der Vorserienproduktion für die erste hocheffiziente Minibiogasanlage „VillageBiogas“ gestartet. Auf dem Forschungsgelände des BEV in Jena-Maua wurde damit ein gewichtiger Schritt zur vollständigen gärrestfreien Verwertung von Biomasseabfällen, wie Gras, Laub etc. getan. „VillageBiogas“ arbeitet als Prototyp einer neuen Bioenergietechnologie nach dem 2-Wege-Prinzip als Flüssigbiogasanlage durch vorheriges Trennen der Biomasse in feste und flüssige Bestandteile. Die festen Bestandteile können als Grundbausteine für faserhaltige Baustoffe oder als Pellets für die Wärmerzeugung genutzt werden. Die flüssigen Bestandteile (Fluid) als latenter Energiespeicher werden sofort als auch zeitversetzt in Hochleistungsfermentern zu Biogas umgewandelt. Mit Leistungen von 1 bis 10 KW sind diese Anlagen modular erweiterbar. Die „VillageBiogas“ ist Teil einer ganzheitlichen Biomassenutzung und soll in einem Gesamtkonzept zur Energiefabrik 2.0 weiter entwickeltwerden. Anhand eines städtischen Versorgungsmodells mit Lokalisierung dieser Biofabrik an einer städtischen Kläranlage stellte der Projektleiter Herr Alexander Riedel das Prinzip bis hin zur Energie-Autarkie plausibel der Ministerin vor. Kompetente Nachfragen von Frau Siegesmund konnten dabei mit weiteren Gesprächsteilnehmern umfassend beantwortet werden. An diesem Gesamtkonzept forschen zur Zeit 14 Unternehmen und Forschungseinrichtungen in einem ZIM-Netzwerk „Biomasse 2.0“. Über erste Ergebnisse konnte dazu der 2. Vorsitzende des BEV und Netzwerkmanager Herr Bernd Düsterhöft berichten. Ausblicke zu strategischen Inhalten für eine regionale Energiewende erteilte der Vorstandsvorsitzende des Robert Boyle Institutes Herr Olaf Luschnig. Neben der nachhaltigen Biomassenutzung hat sich der BEV aber auch dem modularen Bauen verschrieben. Da das Bauwesen übermäßig ressourcen­verbrauchs-intensiv ist (50%-Anteil am Abfallaufkommen in Deutschland, 50%-Anteil am weltweiten Materialverbrauch und 33%-Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen) forscht der BioEnergie Verbund im Rahmen des Netzwerkes „IGM-Intelligente Gebäude Möbel“ an wiederverwendbaren multifunktionalen Innenwandsystemen für GHD-Immobilien (Gewerbe, Handel, Dienstleistungen), vorgestellt durch den Netzwerkmanager und 1. Vorsitzenden des BEV Herr Dr. Christian Huck. Die einzelnen Forschungsbereiche von BEV und Robert Boyle Institut konnte Frau Siegesmund allerdings nur im Eiltempo durchschreiten, sodass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im BioEnergie Verbund und seiner angeschlossenen Mitgliedsunternehmen sicher sind, dass dies nicht der letzte Besuch der Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz gewesen sein wird.