Nachhaltige Materialien · Forschung · Entwicklung

Biopolymere & Biomaterialien

Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen – als nachhaltige Alternative zu erdölbasierten Kunststoffen.

Was sind Biopolymere?

Biopolymere lassen sich aus einer Vielzahl biogener Rohstoffe gewinnen – von Polysacchariden über Cellulose, Stärke und Lignin bis hin zu Makroalgen. Welche Quelle sich eignet, richtet sich nach dem angestrebten Werkstoff; Algen sind dabei eine von mehreren möglichen Varianten. Dabei gilt: Ein biobasierter Werkstoff ist nicht automatisch biologisch abbaubar – beide Eigenschaften werden gezielt eingestellt und nachgewiesen.

Die stoffliche Nutzung von Biopolymeren ist ein strategischer Schwerpunkt des BioEnergie Verbunds. Ziel ist es, den Verbrauch nicht-erneuerbarer Ressourcen zu senken und umweltfreundliche, wirtschaftlich nutzbare Materialien bis zur Marktreife zu entwickeln.

Laborszene zur Charakterisierung und Modifizierung von Biopolymeren

Charakterisierung & chemische Modifizierung

Der BioEnergie Verbund untersucht und modifiziert Polysaccharide und andere natürliche Polymere. Durch gezielte chemische Modifizierung lassen sich Materialeigenschaften verbessern und an die Anforderungen konkreter industrieller Anwendungen anpassen.

Biobasierte Werkstoffe als Alternative zu erdölbasierten Kunststoffen

Funktionale Biomaterialien

Darüber hinaus entwickelt der Verein funktionale Biomaterialien für vielfältige Anwendungen – darunter Oberflächenbeschichtungen, Nanomaterialien, Thermoplaste, Kleber und poröse Materialien. Diese Werkstoffe sind umweltfreundlich und eröffnen neue Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Branchen.

Einsatzfelder

Biobasierte Werkstoffe ersetzen erdölbasierte Kunststoffe in immer mehr Bereichen – von Verpackungen über Bauteile in der Automobil- und Bauindustrie bis zum 3D-Druck. Der Umstieg auf nachhaltige Materialien verringert den ökologischen Fußabdruck und die Umweltbelastung durch Mikroplastik aus fossilen Kunststoffen.

Seriös bewertetOb und unter welchen Bedingungen ein Werkstoff biologisch abbaubar ist, wird materialspezifisch nachgewiesen – etwa nach der Norm EN 13432 für industriell kompostierbare Materialien.